Samstag, 12. Mai 2012

Realistische Energiepolitik statt grüner Traumwelt

Nicht nur im Falle von Schlecker, wo die sozialste Rhetorik nicht auch die sozialsten Ergebnisse bringt, und nicht nur im Falle von Demos gegen Rechtsextreme, im Zuge derer laute Gegendemos mitunter erst die Aufmerksamkeit auf die ansonsten wohl völlig unsichtbar gebliebenen paar Extremisten lenken, sondern auch im Bereich der Energiepolitik zeigt sich wieder einmal, wie Rote und vor allem Grüne es schaffen, ausgestattet mit besten Absichten dennoch alles nur zu verschlimmern.

Ein gerade im NRW-Landtagswahlkampf häufig angeführtes Beispiel ist dabei das neue Eon-Kohlekraftwerk in Datteln, welches aufgrund der Verweigerungshaltung insbesondere des grünen Landesumweltministers bisher nicht ans Netz gehen kann. Nun wäre diese Haltung, selbst wenn man sie nicht teilt, vor dem Hintergrund des Klimaschutzgedankens noch grundsätzlich rational nachvollziehbar insoweit, als dass die Grünen nun einmal die lautesten Verfechter des sogenannten Klimaschutzes sind, aber Kohleenergie eben hohen CO2-Ausstoß mit sich bringt.

Im Falle des Steinkohlekraftwerks Datteln allerdings verkehrt sich diese vermeintliche grüne Logik komplett ins Absurde. Das neue Werk würde nämlich nicht nur dreieinhalb mal mehr Strom liefern als die in Datteln bisher ansässigen drei Kohlekraftwerke von Eon, sondern es verbraucht dank modernster Technologie weniger Kohle, spart somit pro Jahr eine Million Tonnen CO2 ein und produziert damit weitaus effizienter. Laut Informationen von Eon, die im schlimmsten Falle zwar geschönt, aber auch nicht völlig aus der Luft gegriffen sein können, soll das neue Werk 45 % mehr Leistung bringen als die bisherigen und die Umweltbelastung um 20 % verringern.

Kalkuliert man nun die Prämisse ein, dass etwa die bisher hochsubventionierte Photovoltaik bis heute nur 3 % zur deutschen Stromversorgung beiträgt und der Anteil der erneuerbaren Energien an dieser insgesamt noch immer gering ausfällt, ergibt sich, dass Deutschland auch in nächster Zukunft nicht ohne Kohleenergie auskommen können wird, wenn es energiepolitisch souverän bleiben will. Die deutsche Politik (und am 13. Mai auch der Bürger!) hat somit die Wahl: Stützt sie sich weiterhin auf „schmutzige“ alte und in Teilen ineffiziente Kohlekraftwerke und damit erhöhten CO2-Ausstoß, oder setzt sie ein pragmatisches Signal für Fortschritts- und Umweltfreundlichkeit und fördert den Ausbau moderner Stein- und Braunkohlekraftwerke mit hohem Wirkungsgrad?

Die Fronten (gerade in Nordrhein-Westfalen, aber auch anderswo) sind relativ klar verteilt: Rot-Grün steht für idealistische Klimaschutzrhetorik, bei unter der Hand gleichzeitiger Fortführung ineffizienter, umweltschädlicher Technologie bzw. alternativ den Fall in die internationale Abhängigkeit Deutschlands in Sachen Energieversorgung, was einer exorbitanten Verantwortungslosigkeit gleichkommt. Die CDU – allen voran der in NRW kandidierende Bundesumweltminister – steht inzwischen, wie in anderen Feldern auch, entweder für gar nichts oder für schwarz-grüne Träume. Überzeugt ausgesprochen und klar positioniert für den Ausbau von Gas- und Kohleenergie hat sich sowohl im Bund als auch im Land nur die FDP. Also gilt: Wer bezahlbare Energie will statt teurer Ideologie, der muss am 13. Mai FDP wählen.

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