Mittwoch, 15. Mai 2013

Was die Grünen am besten können: Doppelmoral

Die Positionierung der Grünen zugunsten einer Rettung und Sanierung des Freibads Gadderbaum und eines Radschnellweg-Baus stößt auf Kritik seitens der Jungen Liberalen Bielefeld. Sie werfen den Grünen Heuchelei vor. „Es ist schon ein abenteuerlicher Drahtseilakt, den die Grünen da immer wieder vollziehen, ob nun in Sachen Bunker, Freibad oder Radweg“, kritisierte Florian Sander, Kreisvorsitzender der JuLis Bielefeld. „Sich einerseits bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Seiten der Protestierenden ablichten zu lassen, sich aber andererseits zur selben Zeit als Partei der Nachhaltigkeit zu inszenieren – das geht nicht zusammen.“ Wer verantwortungsvoll vorgehe und an zukünftige Generationen denke, handle anders. Sander: „Der Oberbürgermeister und seine Partei haben völlig recht, wenn sie sich gegen eine Freibad-Rettung und einen Radschnellweg wenden. Die Grünen hingegen betreiben wieder einmal nur das, was sie am besten können: Doppelmoral.“

Zudem monierten die JuLis die Tonlage der Haushaltsdebatte und ihrer zahlreichen Schauplätze. In der ganzen Diskussion klinge regelmäßig zwischen den Zeilen die Annahme durch, dass die Sparwilligen die Bösewichte seien, vor denen „die Guten“ die Stadt verteidigen müssten. Dies sei jedoch eine Verdrehung der Realitäten. „Wer heute nicht an morgen denkt, die Prioritäten falsch setzt und lieber Geld in marode Freibäder und teure Radwege stecken will, anstatt an die wirklich existenziellen Bedürfnisse kommender Generationen zu denken, ist der eigentliche Bösewicht, selbst wenn er es selber nicht wahrhaben will“, so Sander.

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