Samstag, 21. Dezember 2013

Jugendparlamente sind Scheinlösungen

Die Jungen Liberalen äußern sich zu der nun mehrfach vorgebrachten Idee, eine Art Jugendparlament in Bielefeld einzuführen. So hatte die Wählergemeinschaft Bürgernähe kürzlich die Idee eines „Jugendstadtrates“ eingebracht. Die Junge Union wiederum hatte die Einführung eines Jugendbeirates gefordert, da es auch Beiräte für Migranten, Senioren und Menschen mit Behinderungen gebe.

„Es kann nicht sein, dass für jede Gruppe der Bevölkerung immer wieder ein neuer Beirat geschaffen wird“, kommentierte der Kreisvorsitzende der Bielefelder JuLis, Florian Sander, die Vorschläge. Das primäre Problem dabei seien nicht einmal die daraus entstehenden Kosten. Schlimmer sei, dass sich die Politik durch solche Vorschläge eine Ausrede schaffen wolle, die betreffenden Bevölkerungsgruppen in Nebenparlamente abzuschieben, um sie nicht direkt in ihre Fraktionen einbinden zu müssen.

Sander: „Viel demokratischer und sinnvoller wäre es, wenn die Parteien endlich anfingen, junge Leute verstärkt in die Ratsarbeit selbst einzubinden, wo die wirklich wichtigen Entscheidungen getroffen werden.“ In diesem Fall müsse die Politik auch keine teuren neuen Gremien schaffen, was in Zeiten knapper Kassen ohnehin unrealistisch sei.

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